Das Festgeld, oder auch Termingeld genannt, ist eine Einlage von Kunden, die dem Kreditinstituten, also einer Bank, überlassen wird. Die Laufzeit für ein Festgeldkonto beträgt meist mindestens 30 Zinstage. Hier gibt es einen festgelegten Zinssatz und auch eine feste Anlagelaufzeit. Diese beträgt üblicherweise je nach Bank 30, 60, 90, 180 oder auch 360 Tage. Jede gewinnbringende Veränderung wird hierbei auf dem Festgeldkonto gutgeschrieben und geht somit in den Besitz des Kunden über.
Am Ende der Laufzeit des Kontos hat der Kunde vier verschiedene Möglichkeiten. Zum einen kann der Investor natürlich das Konto einfach auflösen und so die ursprüngliche Einlage und die daraus entstandenen Zinsen erhalten und frei darüber verfügen. Eine zweite Möglichkeit ist, die Investitionssumme einfach aufzustocken und somit die Laufzeit vom Festgeldkonto zu verlängern, um auch so wieder Zinsen anzusparen und so einen Mehrwert zu erhalten. Dadurch ist auch eine Erhöhung der Zinsen bei jeder Aufstockung gewährleistet. Die dritte Möglichkeit ist, dass der Kunde sich einen Teil vom Festgeldkonto auszahlen lässt und mit dem Restbetrag die Festgeldinvestition verlängert. Hierbei kann die Laufzeit wieder neu gewählt werden und auch hier wird wieder eine Verzinsung erfolgen, jedoch ist dann der Ertrag natürlich geringer als in der vorangegangenen Laufzeit.
Wird am Ende der Laufzeit jedoch Stillschweigen bewahrt, das heißt weder die Bank noch der Kunde reagieren mit einer Veränderung, wird die Laufzeit vom Festgeldkonto automatisch verlängert. Die ursprüngliche Anlagesumme plus der Zinserträge werden zur neuen Anlagesumme. So wird auch die neue Zinssumme erhöht und man kann stetig die Anlage erhöhen, ohne einen neuen Betrag einzahlen zu müssen.
Am Ende einer jeden Laufzeit, kann man sich also wieder neu entscheiden, welche Möglichkeit man nutzen möchte oder das Festgeldkonto gänzlich kündigen will.
Durch die Verlängerung und der daraus resultierenden Zinsen entsteht dann auch Zinseszins, der sich natürlich positiv auf den ersparten Betrag auswirkt.
Die Vorteile des Festgeldkontos sind offensichtlich. Zum einen ist es eine einfache Sicherheit, die man zum Beispiel bei Kreditaufnahme oder auch bei der Kautionsfrage beim Vermieter vorweisen kann, da hier stetig Geld angespart wird. Durch die kurzen Laufzeiten von maximal 360 Tagen ist das Geld auf dem Konto sofort verfügbar, sodass man sich hier ein finanzielles Polster anhäufen kann, um bei Bedarf sofort darauf zugreifen zu können. Attraktiv macht das Festgeldkonto auch, dass die Kontoführung kostenfrei ist, da die Bank auch mit dem Geld arbeitet und jeden Festgeldinvestor herzlich begrüßt.
Trotzdem gibt es bei den vielen verschiedenen Banken große Unterschiede, was zum Beispiel die Laufzeiten oder auch die Zinssätze betrifft. Daher ist ein Vergleich unbedingt notwendig, um das für sich am besten geeignete Angebot zu finden. Wichtig hierbei ist, unbedingt die Anlagebedingungen eingehend zu prüfen und mit anderen Banken zu vergleichen. Nur so kann man lukrativ sein Geld anlegen und profitabel verwenden.
