Tagesgeldkonto

Hinter einem Tagesgeldkonto verbirgt sich eine Anlageform, bei der der Anleger jederzeit auf das eingelegte Geld zugreifen kann. Eine Zahlungsfunktion hat es dabei nicht, Geldbeträge abheben oder Überweisungen vornehmen ist nicht möglich. Eine separate Kontoeröffnung ist also nötig, wenn man Tagesgeld anlegen möchte.

Die tägliche Verfügbarkeit des Geldes auf einem Tagesgeldkonto ist sicher einer der großen Vorteile dieser Anlageform und macht es für Privatkunden so attraktiv. Hier können jederzeit Einlagen in beliebiger Höhe zum aktuell an diesem Tag gültigen Zinssatz angelegt werden. Für überraschende Anschaffungen steht so rasch das nötige Geld bereit. Man kann jederzeit auf das Geld zugreifen, dies ist bei anderen Einlagen nicht gegeben. Nur zwischen dem Einreichen einer Überweisung und dem Gutschreiben des Geldes auf dem Konto muss ein gewisser Zeitraum in Kauf genommen werden.
Auch geldlich ist ein Tagesgeldkonto attraktiv. Es werden keine teuren Gebühren für die Kontoführung verlangt, die Bank behält also nichts von den Erträgen ein. Sie gehören voll und ganz dem eigentlichen Anleger. Hinzu kommen hohe Zinsen, denn bei vier oder sogar fünf Prozent können die meisten anderen Spareinlagen nicht mehr konkurrieren. Wenn man dann noch einen Anbieter von Tagesgeldkonten wählt, der die Zinsen monatlich gutschreibt, ist dies ein zusätzlicher Vorteil und Anreiz. Die Verzinsung selbst erfolgt täglich, sodass bei einer Auflösung des Tagesgeldkontos in der Zwischenzeit keinerlei Verzicht auf die Zinsen zustande kommt.
Dadurch, dass Tagesgeldkonten unter die Spareinlagen fallen, sind sie zudem sehr sicher und es kommt nur sehr selten zu Geldverlusten. Zudem ist die Bank verpflichtet, die Hinterlegung einer Einlagensicherung vorzunehmen. Diese muss das Geld mindestens in Höhe von 90 %, bei einer Einlage bis 20.000 Euro vor einem totalen Ausfall absichern. Auch eine Absicherung der gesamten Investition durch die Bank ist möglich, allerdings freiwillig.

Doch auch ein Tagesgeldkonto hat bei allen Vorzügen Nachteile. Eine langfristig gültige Garantie für die Zinsen gibt es beispielsweise nicht – eine tägliche Änderung wäre möglich. Drastische Änderungen der Zinsen gibt es allerdings nur im Ausnahmefall. Da die Umschichtung des Geldes zu besseren Anbietern jederzeit möglich ist, halten Banken ihre Konditionen möglichst stabil, um den Kunden nicht zum Wechsel zu verleiten.

Ein Tagesgeldkonto ist kein Girokonto. Daher ist ein Referenzkonto nötig, um Abbuchungen und Transaktionen vornehmen zu können. Auch eine Kreditkarte gibt es für das Tagesgeldkonto nicht. Die Überweisung von einem zum anderen Konto muss also bei geplanten Anschaffungen einbezogen werden, um Finanzengpässe auszuschließen.
Ein Vergleich beim Eröffnen eines Tagesgeldkontos lohnt. Manche Banken bieten ein Startguthaben an, das an bestimmte Fristen gebunden sein kann, beispielsweise bei Eröffnung bis zu einem gewissen Datum. Andere Banken bieten hohe Zinssätze nur für den Fall der Depotübertragung. Manchmal werden Garantien gegeben, beispielsweise ein bestimmter Zinssatz über eine gewisse Anzahl von Monaten, ohne mit Schwankungen rechnen zu müssen.

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